«Miss Merkel: Mord in der Uckermark»

Inhalt - Miss Merkel: Mord in der Uckermark

Was macht Angela Merkel, wenn sie in Rente geht? Sie löst Kriminalfälle in der Uckermark.

Der herrlich komische neue Roman von Bestsellerautor David Safier: Die Kanzlerin ist seit sechs Wochen in Rente und mit Mann und Mops in die Uckermark gezogen, genauer gesagt nach Kleinfreudenstadt, gelegen am schönen Dumpfsee. Nach dem turbulenten Leben in Berlin fällt es ihr jedoch schwer, sich auf das beschauliche Landleben einzulassen. Nur zu backen und zu wandern, wird halt schnell fad. Als jedoch der Freiherr Philip von Baugenwitz vergiftet in einem von innen verriegelten Schlossverlies gefunden wird, erwacht neues Leben in Angela. Endlich wieder ein Problem, das gelöst werden will! Unterstützt von ihrem liebenden Ehemann und dem sanften Bodyguard Mike macht sie sich auf die gefährliche Suche nach dem Mörder. Wird sie ihn finden? Wird sie in Klein-Freudenstadt heimisch werden? Gar das erste Mal in ihrem Leben eine wahre Freundin finden? Oder wird eine der sechs verdächtigen Frauen ihr zuvor den Garaus machen? Fragen, die nur eine große Detektivin beantworten kann! Ein Cosy Crime mit Deutschlands beliebtester Politikerin.

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Leseprobe - Miss Merkel

Ich muss mich erst mal hinsetzen», sagte Angela und setzte sich erst mal hin. Auf eine verwitterte Holzbank, die an einem klei-nen Kiesweg lag und einen phantastischen Blick auf den Dumpf-see bot. Sie tupfte sich mit ihrem kleinen Stofftaschentuch, das ihr einst der Dalai Lama geschenkt hatte, den Schweiß von der Stirn. Gerne hätte sie behauptet, dass sie bereits eine mehrstün-dige Wanderung in unerträglicher Sommerhitze absolviert hatte, tatsächlich aber war sie gerade einmal fünfundzwanzig Minuten bei angenehmer Mai-Sonne spaziert. Nach all den Jahren in Ber-lin, in denen sie nur damals in der Corona-Krise auf zehntausend Schritte pro Tag gekommen war, als sie in ihrem Riesenbüro her-umtigerte, gab ihre Kondition Anlass zu Trauerbekundungen. Es dürfte eine ganze Weile dauern, bis ihr Körper, der schätzungswei-se dreitausend Staatsbankette überstanden hatte, wieder so etwas Ähnliches wie Fitness aufgebaut haben würde.Angela blickte auf das kleine Gewässer. Es war auf jene un-scheinbare Art und Weise lieblich, die genau nach ihrem Ge-schmack war. Das Schilf hatte die perfekte Länge und wehte an-mutig in einem perfekten lauen Lüftchen. Das Wasser besaß das perfekte Blau, und die Vögel waren in ihrem Schwarmf lug anmu-tiger als jedes Ballett-Ensemble, das sie je gesehen hatte. Und An-gela hatte enorm viele gesehen, dank der Einladungen bei Staats-besuchen in aller Welt. Eine der größten Willensleistungen ihres Lebens war, bei einer siebenstündigen chinesischen Oper trotz Jet-lag nicht neben dem Präsidenten Chinas einzuschlafen.Hier auf dieser Bank, an diesem See, bei diesem Wetter vermiss-te sie Berlin kein bisschen, obwohl sie sich noch nicht so recht an das Leben in ihrem neuen Wohnort Klein-Freudenstadt, gelegen eben an jenem Dumpfsee, gewöhnt hatte. Wie auch? Sie war ja erst seit sechs Wochen hier. Ein paarmal war sie zwar schon durch den ebenfalls auf genau die richtige unscheinbare Weise lieblichen Ort spaziert, aber das reichte nicht, um sich hier bereits heimisch zu fühlen. Würde sie es jemals tun?Oder würde sie sich schon nach wenigen Wochen nach ihrem alten, hektischen Leben in Berlin zurücksehnen, wie ihr Mann be-fürchtete und sie insgeheim auch. Dabei hatte sie ihm doch hoch und heilig versprochen, den Lebensabend mit ihm in Ruhe zu ge-nießen. Und was würde geschehen, wenn sie dieses Versprechen brach? Würde ihre Ehe, in der er so sehr hatte zurückstecken müs-sen, dies aushalten?«Alles in Ordnung, Schatz?», fragte Achim, der eigentlich Jo-achim hieß, aber während seines Studiums befunden hatte, dass Achim ein lässiger Spitzname war. Als Quantenchemiker kannte er die wahre Bedeutung des Wortes ‹lässig› nun mal nicht. Achim stand vor ihr in weißem Kurzarmhemd, blauer Halblang-Hose, die seine kurzen behaarten Beine freigab, und grauen Wanderschu-hen, die er sich von einer jungen Verkäuferin als modern hatte auf-schwatzen lassen. Angela liebte ihren Achim unter anderem auch dafür, dass er keine Ahnung hatte, was schick war und was nicht. Und dafür, dass er grundehrlich war, zu keiner Lüge fähig. Wie oft hatte sie gedacht: Warum sind nicht alle Männer so wie mein Achim? Und dann gab sie sich stets selbst die Antwort: Wenn alle so sanft wären, würde die Menschheit nicht überleben.«Schatz, ich habe dich was gefragt», hakte er nach, er machte sich immer Sorgen um sie. «Alles ist gut, Puffel. Mir ist nur ein wenig warm», antwortete An gela.

David Safier - Miss Merkel Buch

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